Selbsthypnose lernen

Man unterscheidet zwischen Hetero-Hypnose (wo Klienten von Hypnotherapeuten begleitet werden) und Selbsthypnose, bei welcher Klienten lernen eigenständig in Trance zu gehen und diese für sich zu nutzen. Selbsthypnose lässt sich von den meisten KlientInnen relativ rasch erlernen und wird mit ein wenig Übung zu einem beständigen Begleiter, welcher für eine Vielzahl von Interventionen Verwendung finden kann. Als hilfreiche Unterstützung kann der Therapeut zu diesem Zweck den Klienten auch maßgeschneiderte Hypnose-Induktionen als CD oder MP3 mit nach Hause geben, diese werden in aller Regel während einer oder mehrerer Sitzungen aufgezeichnet und passen somit für diesen Klienten in höchstem Maß.

Der Hypnotherapeut gibt Ihnen meist auch Anleitungen, welche mehrere unterschiedliche Selbsthypnose-Induktionen vorstellt, die Sie in der Folge dann gerne für sich selbst ausprobieren können. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es für die meisten Menschen einfacher ist Selbsthypnose zu erlernen, wenn sie zuvor bereits einmal angeleitet in Trance gegangen sind. Dies gibt einem die Möglichkeit alle relevanten Fragen an den Therapeuten zu stellen, die am Besten passende Induktionsmethode für sich zu entdecken und auch ein paar Mal zu erproben - wie so vieles, macht auch hier Übung den Meister!

Selbsthypnose kann bei sehr vielen Gelegenheiten Anwendung finden - jedoch sind die individuellen Unterschiede, bei wem was gut funktioniert z.T. groß. Generell kann man sagen, dass leichte bis mittlere Trancetiefen von fast allen Klienten erreicht werden können, die tiefste Trance - der sog. Somnambulismus - ist schwer zu erreichen, da dort der Kontakt zu bewussten Prozessen fast völlig verloren geht, was eine eigenständige „Steuerung“ der Trance per se möglich macht - die meisten Probanden, die diese Trancetiefe erreichen, schlafen entweder dabei ein oder kehren nach einer gewissen Zeit in ihr Alltagsbewusstsein zurück, können sich jedoch meist nicht an die Trance-Erlebnisse erinnern.

Wofür kann Selbsthypnose relativ rasch und leicht genutzt werden:

  • Entspannung, Ruhe und Gelassenheit finden (sowohl auf körperlicher als auch psychischer Ebene)
  • Kontrolle von leichten bis mittelschweren Schmerzen (z.B. Kopfschmerz, Migräne, kleine Verletzungen oder begleitende Schmerzen in Folge solcher, …)
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit, Achtsamkeit, Lernfähigkeit
  • Kontrolle der Durchblutung und des Blutdrucks (Reduzierung von Bluthochdruck, Erwärmung oder auch Abkühlung von Extremitäten, Reduzierung der Blutungsneigung vor/bei/nach Operationen etc.)
  • zur Linderung von Problemen mit der Haut (Reduzierung von Juckreiz, Rötungen, Schwellungen bei div. Erkrankungen der Haut wie z.B. Psoriasis, Pruritis, Neurodermitis aber auch Ekzemen oder Begleiterscheinungen von allergischen Erkrankungen, Warzen, …)
  • bei Atemwegs- und Lungenerkrankungen (z.B: Asthma, Bronchitis, allergische Atembeschwerden …)
  • zur Behandlung von Magen- und Darmerkrankungen (z.B. Reizmagen- und/oder Reizdarmsyndrome, Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn …)
  • bei störenden Ohrgeräuschen wie z.B. Tinnitus
  • u.v.m.